Eigentlich gibt es keinen Anlaß darüber etwas zu schreiben, denn das Gesirre in meinem Kopf besteht immer noch. Es erinnert mich an das ferne Singen einer auf Hochtouren laufenden Dampfturbine, dem ich in meiner früheren beruflichen Tätigkeit ausgesetzt war. Hin und wieder, wenn es zu arg wird wünsche ich das es vorbei geht: aber es sirrt und rauscht weiter. Da kam mir einmal aus Verzweiflung der Gedanke durch einen selbst erdachten Zauber der Töne im Kopf Herr zuwerden.
Wie weiland die Menschen der Urzeit auf den Wänden ihrer Wohn- höhlen die bejagten Tiere malten um Jagdglück zu beschwören so wollte ich durch Fixierung des Ortes der Töne, diese durch das Malen be- schwörend abschalten.
Da hab ich also dieses Bild gemalt; die Töne haben ein Zentrum und Strahlen bündeln sich im Kopf werden manchmal schwächer und------ es hat nur kurze Zeit genützt. Der Tinnitus ist wieder da; die Jagd ist aus, sie ist nicht geglückt.
Zeitweilig, wenn ich das Bild betrachte meine ich es hilft, denn wie heißt es: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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